Start Neuseeland 11/2009 NZ- Teil 7- Blaues Meer und Berge - weiter auf der Südinsel

NZ- Teil 7- Blaues Meer und Berge - weiter auf der Südinsel

Rückstau

Ein paar internetfreie Tage sind vergangen ... jetzt also ein längerer Text.

Donnerstag, 19.11. Wellington

Gestern mussten wir eine weite Distanz (325 km) zurücklegen, um in die neuseeländische Hauptstadt Wellington zu kommen. Dort verabschiedeten wir uns leider von unserem netten und witzigen Fahrer, da wir auf der Südinsel einen anderen Bus(fahrer) erhalten.

Wellington gefiel mir sofort sehr gut, eine jugendliche, sehr saubere und unaufgeregte in einer weiten Bucht gelegene Hafenstadt, die mich besonders in der Cuba Street sehr an Dublins Innenstadt erinnerte.

CableBahn
Wir fuhren mit der Cable-Bahn auf einen Hügel der Stadt und schlenderten durch den wunderschön gestalteten botanischen Garten zurück zur Stadt.

 

 Garten1

Garten2

Garten3

Weiter ging es dann am Hafen entlang durch die Innenstadt ins (kostenlose) Museum TePapa, das eine hervorragend aufbereitete naturwissenschaftliche Ausstellung beherbergt.

 Beehive

In einem kleinen Cafe direkt am Hotel bestellte ich mir eine Portion hervorragend schmeckende green mussels(14N$). Leider hatte ich fast keine Zeit das schöne riesige Hotelzimmer zu nutzen, ich verbrachte eben nur die Schlafenzeit von ein Uhr bis acht Uhr dort.

Am späten Abend traf sich ein Teil der Gruppe im "Mighty Mighty" auf der Cuba Street zur Livemusik. Es war, weil sehr laut, mehr interessant als schön.

Freitag, 20.11.  Überfahrt zur Südinsel – Nelson
[10.00]
Ich sitze gerade am Fährhafen und warte darauf, dass es losgeht. Wir setzen jetzt zur Südinsel über, die Überfahrt dauert ca. 3h.

[22.00]
Dieser Tag war wunderschön –

die Überfahrt durch fjordähnliche Landschaft mit azurblauen Buchten, sogar Delphine sahen wir,

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die Postkartenblicke im Norden der Südinsel auf der Fahrt nach Nelson,

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der abendliche Strandspaziergang an Nelsons menschenleerem, breitem Strand bei starkem Wind und Sandtreiben.

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Ein strahlend blauer Himmel und die warme Sonne rundeten das „Erlebnis Neuseeland“ ab. So habe ich es mir hier vorgestellt.

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Sonnabend, 21.11. Nelson, Abel Tasman

Viel erzählen kann ich heute nicht, die Schönheit des Gesehenen können Bilder viel besser darstellen, als ich es mit Worten beschreiben kann.
Morgens fuhren wir in den Abel Tasman-Nationalpark, dort mussten wir je nachdem, welches Programm wir gewählt hatten bezahlen, bei mir waren es 175 N$ für „Kayak, see and walk“. Abel Tasman ist eine Küstenregion mit vielen goldgelben kleinen und größeren Buchten, strahlend blauem Wasser und urwaldähnlichem Bewuchs der Klippen.

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Man hat nur zwei Möglichkeiten dieses Gebiet zu erkunden. Entweder man fährt mit einem kleinen Boot die Küste entlang und steigt in einer Bucht aus oder man wandert (Der Nationalpark bietet Wanderpotential für mind. eine Woche, man kann auch in Hütten übernachten oder zelten.).  Das Beste fwenn man nur einen Tag Zeit hat, ist eine Kombination aus Bootfahren und Wandern. Ich wählte diese, in Verbindung mit einer Kayak- Tour an der Küste entlang.

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Am Vormittag, bei strahlendem Sonnenschein und über 20 Grad paddelte ein Teil der Gruppe mit dem Kayak im Pazifik, danach hatten wir dank Stefans Verhandlungsgeschicks, das Glück mit dem Boot anstatt nur eines Teilstücks, die gesamte Küstenlinie abzufahren.

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Dabei beobachteten wir neben diversen Vögeln, auch Seehunde auf den Felsen.

Auf der Rückfahrt setzte uns das Boot in der Tonga Bay aus und wir wanderten den teilweise sehr steilen Küstenwanderweg bis zur übernächsten Bucht und stiegen dort wieder auf das Boot, welches uns zum Ausgangspunkt zurückbrachte.

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Abends gönnte ich mir dann in Nelsons „Smugglers“ den Fish of the day, der wie immer hervorragend schmeckte.

Sonntag, 22.11. von Nelson nach Greymouth
[09.00]
Heute steht wieder ein Fahrtag mit Sightseeing-Stopps an. Greymouth selbst soll nix Interessantes bieten und ist nur Zwischenstation auf dem Weg nach Fox Glacier.

[15.00]
Gerade sind wir von einer traumhaften Kurzwanderung entlang der Küste am Cape Foulwind wieder in den Bus gestiegen. An einer Robbenkolonie konnten wir tatsächlich Roben mit ihren Jungtieren beobachten. Blauer Himmel und Sonne gaben noch das I-Tüpfelchen dazu.

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Sogar Schafe habe ich fotografiert- entgegen allen Klischees über Neuseeland sehen wir hier nur sehr selten Schafherden und die sind zahlenmäßig nicht besonders groß. Dafür stehen sehr viele Rinder auf den Weiden, nach meinem Eindruck viel mehr als Schafe. Da die Rinder das ganze Jahr auf der Wiese stehen und völlig relaxt auf den Wiesen rumliegen, gibt es hier ganz ausgezeichnetes Rindfleisch.

Zuvor machten wir einen kurzen Halt an einer Hängebrücke. Ein Teil unserer Gruppe gönnte sich den Spaß und durfte für 5 N$ darüber laufen.

Jetzt sind wir auf dem Weg zu den Pancake Rocks - ein von Wind und Wasser geformtes Naturschauspiel. 

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Morgen machen wir Station in Fox-Glacier, ich habe als Einzige einen Heli-Hike gebucht- einen Hubschrauberflug zum und vom Gletscher in Verbindung mit einer 2-3h Wanderung auf dem Gletscher. Das ist zwar recht teuer (390 N$)aber sicher ein unwiederholbares und unvergessliches Erlebnis ich freue mich darauf und hoffe, dass das Wetter mitspielt und der Flug stattfinden kann.

[20.30]
Pancake Rocks- einfach grandios, fantastisch -das Tosen der Tasmanischen See, der Wind, die Landschaft. Schon allein dieses Highlights wegen hat sich der weite Flug nach Neuseeland gelohnt. Für mich ist die Südinsel wesentlich beeindruckender als die Nordinsel und das liegt nicht nur an dem besseren Wetter.

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Montag, 23.11. Fox Glacier

Bin angefressen – wieder ist ein Highlight dem Wetter zum Opfer gefallen.

Die Berge einschließlich der beiden Gletscher Franz Josef und Fox versanken komplett im Nebel und der Regen fiel sanft, aber ausdauernd.
Also wurde der Hubschrauberflug abgesagt, es hätte auch keinen Sinn gemacht, wenn nichts zu sehen ist.

Als erstes wurden wir auf dem Fußmarsch zur Zungenspitze des Franz-Josef-Glacier komplett durchgeweicht, Lichtspiele auf dem Gletscher wären zwar toll gewesen, aber die Nebelwände in den Bergen gaben auch ein interessantes Bild ab.

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Wieder trocken gelegt, umwanderten wir als kleines Ersatzprogramm den Matheson-See, der für seine Reflexionen der schneebedeckten Gipfel berühmt ist, sehr idyllisch, auch wenn wir uns mit den Spiegelungen der Bäume begnügen mussten.

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Dann fuhr uns unser Busfahrer außerplanmäßig zum Look-Out auf den Fox-Gletscher. Da er aber gleich wieder zurückfahren wollte, beschloss ich auf eigene Faust bis an den Gletscherrand zu laufen und dann zum Hotel zurückzulaufen. Es fand sich dann noch ein Mittäter und gemeinsam liefen wir bis zum Eis, um wenigstens den Gletscher zu berühren und einmal auf Gletschereis zu laufen. Auf dem Rückmarsch zum Hotel sammelte uns nach etwa der Hälfte der Strecke (7km) ungefragt freundlicherweise ein Bus auf. Da es ununterbrochen regnete und wir nach den 3h des draußen Seins heftig eingeweicht waren, freuten wir uns darüber besonders.

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Einmal nass kam es nun auch nicht mehr darauf an und wir hängten noch einen Walk im „Märchenwald“ dran. Dieser war uns von Stefan am Nachmittag wärmstens empfohlen worden, bei schönem Wetter fliegen dort abends die Glühwürmchen.

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Mit der Hoffnung, wenigstens am nächsten Morgen besseres Wetter zu haben und um 7.15 Uhr den Hubschrauberflug nachzuholen, ging ich ins Bett.

Dienstag, 24.11. nach Queenstown
[11.00]
Heute wird mein Vati 80. Alles Liebe von hier!

Aus dem Hubschrauberflug wurde wieder nichts, weiterhin war alles in Nebel eingehüllt. Wir warteten extra noch etwas länger, aber - kaum waren wir losgefahren, stiegen die Nebel auf und innerhalb weniger Minuten war der Himmel blau, die schneebedeckten, von Wolkenfetzen umwaberten Gipfel strahlten in der klaren Luft. Schöner M…! 

Der Frühstücksstopp fand an einer Lachsfarm statt und ich habe gerade ein leckeres Lachsbrötchen mit Kaffee vertilgt. Jetzt geht es mehr als 300 km südlich bis Queenstown mit einigen Unterbrechungen an Aussichtspunkten und kleineren Rundwegen an interessanten Stellen.

In Queenstown gibt es ein großes Angebot an Activities, wie Speedbootfahren, Bungeejumping, Trekking, Skydiving- über letzteres denke ich nach. Bei schönem Wetter einen Tandem-Fallschirmsprung zu wagen, etwas, was ich zu Hause nicht machen würde – etwas Unvergessliches. Schaun wir mal, wie Bernd :) sagen würde.

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