Start Neuseeland 11/2009 NZ- Teil 3- Muschelessen und berühmte Toiletten

NZ- Teil 3- Muschelessen und berühmte Toiletten

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Freitag, 13.11.  Paihia

Neuseeland ist erstaunlich kleinräumig, nur 1-2 km von den Mangrovenwäldern und dem urwaldartigen Gebiet entfernt befinden sich die idyllischen Buchten und Inselchen der Bay of Island – eine ganz andere Landschaft.

PaihiaMeerblick

Gestern habe ich mich für einen Tag von der Gruppe abgekoppelt, ich wollte mir Zeit und Ruhe nehmen, um in Neuseeland anzukommen, zu begreifen, dass ich jetzt nach 10 Jahren wirklich h i e r bin.

Ich bin mit einer kleinen alten Fähre nach Russel, einem gepflegten Küstendorf gegenüber von Paihia gefahren. Während der Fährfahrt kamen wir auf Tuchfühlung an winzigen, bewaldeten aber unbewohnten Inseln vorbei. Ich querte den Ort, der sich sehr steil bis auf die Hügel zieht, um an mein eigentliches Ziel an den Long Beach zu gelangen.

RusselHafenblick02

Der Strand gehörte mir fast alleine.
Nur zwei Einheimische standen dort und hantierten im Wasser. Ich fragte sie, nach ihrem Tun. Die Frau erklärte mir sehr freundlich, dass sie Muscheln gesammelt hätten, um sie auf dem Markt zu verkaufen und weil das Wasser in der Bucht sehr sauber sei, spülen sie die Muscheln hier. Anschließend knackte sie mir drei davon auf und ließ sie mich probieren. Sie schmeckten mir, obwohl ich sonst nie rohe Muscheln gegessen hätte.

 Muschelwaescher02

Ich wanderte lange am Strand entlang, fand Muscheln, Seeigel, Mini-Einsiedlerkrebse und Seesterne. Miten den Füßen saß ich im recht warmen Wasser auf einem Felsen und beobachtete, wie die Flut das glasklare Wasser ansteigen ließ und schrieb die ersten Karten nach Hause. Später hielt ich noch einen Schwatz mit einer Engländerin, die ebenfalls allein unterwegs war.

Seestern01

Als ich den Strand zurückwanderte, hatte ich noch ein besonderes Erlebnis. Direkt vor dem Strand tauchte eine Herde Delphine in der Bucht auf. Zuerst sah ich nur ihre Rückenflossen, aber dann sprangen sie auch.
Am Strand übte ich übrigens weiter an der Vervollkommnung meiner Technik in „Jacke aus- Jacke an“ – gleisend warme Sonne und eiskalter Wind befanden sich im ständigen Wettkampf.

Zum Abendessen waren wir in einem Club der „Ex-Service-Men“, also einer Art Veteranenclub der Feuerwehrmänner, Offiziere und Polizisten. Es spielte eine Live-Band 60er Jahre- Musik und sowohl die Art der Leute als auch der Club selbst, verströmten den liebenswürdigen Charme der 60er. Zum Abschluss noch ein heimatlicher Schnappschuss aus dem Markt von Paihia.

 brot

Gutes Brot ist hier was besonderes, es gibt meist nur pappiges, superweiches Weißbrot

Sonnabend, 14.11.  von Paihia nach Rotorua
Ein Suchbild zum Beginn: Was stimmt auf diesem Bild nicht?

Suchbild

Der heutige Tag ist überwiegend von der ca. 6 stündigen Fahrt nach Rotorua ausgefüllt. In der Nähe der Bay of Island hielten wir in dem kleinen eigentlich unbedeutendem Ort Kawakawa, der durch seine öffentliche Toilette weltbekannt ist. Sie wurde von Friedensreich Hundertwasser entworfen und auch tatkräftig mit gebaut und gilt als sein letztes Werk. Hundertwasser lebte hier von 1986 bis zu seinem Tod 2000 . Ein lustiges Detail am Rande:  In die  Schlagzeilen kam die Toilette auch, weil kurz nach ihrer Errichtung jemand G r a s auf ihrem begrünten Dach anbaute.

KawakawaHundertwasser03

Auf der Fahrt nach Rotorua durchfuhren wir nochmal Auckland und ich mir gelang ein recht gutes Foto der Skyline.

AucklandSkyline3

Übrigens, ich nutze die Fahrzeiten, um das Reisetagebuch zu schreiben und die Bilder zu bearbeiten, und wenn ich dann einen irgendwo einen Internetzugang auftreibe, dann benötige ich nur ca. eine Viertelstunde um alles ins Netz zu stellen.

Gegen 17.00 Uhr waren wir dann im Motel eingecheckt, klasse Quartier- dagegen war Auckland ein Dreckloch. Ich habe hier 2 riesige Zimmer mit 2 Fernsehern (obwohl ich die nie einschalte) und einen eigenen „Hotpot“ in „meinem“ Garten- einen Thermalwasserpool.

Rotorua ist ein geothermisches Gebiet, es riecht wundervoll nach Schwefel und es kocht und dampft aus zahlreichen Löchern im Boden. Morgen leihe ich mir im Motel ein Mountainbike und mache auf eigene Faust eine Tour, um die 50000 Einwohner Stadt und die Umgebung genauer anzusehen. Der Motelbesitzer war sehr hilfreich und hat mir die Radwege eingezeichnet und Tipps gegeben und natürlich auch einen Schwatz gehalten.

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